Essentielle Fettsäuren – die guten Fette

Veröffentlicht: 5 Oktober, 2016 - Aktualisiert: 17 Juli, 2017

Essentielle Fettsäuren – die guten Fette

Für die meisten Menschen ist der Begriff „Fett“ negativ belegt. Die allgemeine Auffassung ist, dass Fette nicht nur dick machen, sondern auch für verschiedene Erkrankungen verantwortlich sind. Doch die essentiellen Fettsäuren sind gute Fette.

Aber nicht alle Fette sind schlecht. Zu den „guten Fetten“ gehören die essentiellen Fettsäuren. Wie Vitamine sind sie lebensnotwendig für den Körper. Da sie nicht selbst im Organismus hergestellt werden können, müssen wir sie über unsere Ernährung aufnehmen. Wenn wir die richtige Art von Fetten verzehren, und zwar in angemessenen Mengen und Proportionen, und wenn wir sie richtig zubereiten, lassen uns diese Fette gesund bleiben.

Es gibt über 70 Fettsäuren, die eine Rolle in unserem Stoffwechsel spielen und großteils über die Ernährung aufgenommen werden. Ernährungstechnisch können sie in zwei große Gruppen eingeteilt werden: nicht essentiell (können vom Organismus synthetisiert werden) und essentiell (müssen über die Ernährung aufgenommen werden). Für unsere Gesundheit ist es sehr wichtig, auf ein qualitatives und quantitatives Gleichgewicht zu achten.

Die meisten pflanzlichen Speiseöle sind reich an einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Daher werden sie als vorteilhafte Bestandteile unserer Ernährung angesehen und können tierische Fette wie Butter, Schweineschmalz und Talg ersetzen, die mehr gesättigte Fettsäuren enthalten.

Alle Speiseöle mit einem hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren haben ähnliche Eigenschaften, unterscheiden sich jedoch abgesehen vom Geruch und Geschmack auch durch bestimmte Merkmale. Im Allgemeinen verringern diese Fette die Toxizität von tierischen Fetten (Fleisch, Butter etc.) und tragen dazu bei, dass sich diese nicht in den Gelenken und Blutgefäßen verfestigen. Damit unterstützen sie einen gesunden Herz-Kreislauf. Außerdem verringern sie die Lipoproteine geringer Dichte (VLDL), die Triglyceride und das „schlechte“ Cholesterin (LDL) im Blut.

Häufige Verwendungszwecke und Eigenschaften von pflanzlichen Ölen:

  • Nahrungsergänzungsmittel: Sie enthalten viele und verschiedenste essentielle Fettsäuren, die für unsere Gesundheit und eine gepflegte Haut unersetzlich sind.
  • Bestandteil unserer üblichen Ernährung: Die Öle können alleine verwendet oder in verschiedenste Rezepte aufgenommen werden. Besonders geeignet für Salate, Soßen, Suppen, Nudelgerichte, Reis, Getreideprodukte und als Ersatz von Butter und Margarine auf dem Brot.
  • Antioxidative Wirkung auf Zellen: Fettsäuren helfen uns auf verschiedenste Weise, gesund zu bleiben. Sie sind zum Beispiel ein wichtiger Bestandteil der Zellmembran, isolieren Nerven und schützen Gewebe. Damit schützen sie auch die Haut vor vorzeitiger Alterung und den freien Radikalen.

Hautpflege: Haut, Körper, Hände. Die Fettsäuren sind feuchtigkeitsspendend und helfen uns bei der Pflege unserer Haut.